Inklusion Aktuell: FRAGEN & ANTWORTEN

In dieser Rubrik werden häufig gestellte Fragen beantwortet.

Ihr Feedback, Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind stets willkommen. 

Bitte beachten Sie, dass unsere für Sie zusammengestellten Links und Orientierungshilfen nur einen Anhalt für Handlungsmöglichkeiten geben können. Sie ersetzen im Einzelfall nicht die Beratung mit den fachlichen Zuständigen in den Schulaufsichten, den Ämtern, den Förderschulen und Regionalen Bildungs- und Beratungszentren.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir über keine Kapazitäten für Einzelfallberatung verfügen.

Des Weiteren enthält unser Angebot Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese Inhalte keine Gewähr übernehmen.

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

1.  Was ist GU? Was ist GL und wo finde ich weitere Informationen?

GU steht für den Gemeinsamen Unterricht, GL für das Gemeinsame Lernen. Beide zeichnen sich dadurch aus, dass Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf gemeinsam lernen.     Häufig wurden früher Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in Förderschulen (früher Sonderschulen genannt) entsprechend ihrem Förderschwerpunkt unterrichtet.   

 

- Zu  dem Amtsblatt "Schule" Sonderausgabe Inklusion vom Ministerium für
Schule und Weiterbildung:  HIER mit folgenden Themen:

  • Auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem
  • 9. Schulrechtsänderungsgesetz
  • Landesweite Qualifizierung von Moderator/innen
  • Berufsbegleitende Ausbildungfür das Lehramt Sonderpädagogische Förderung
  • Durchgängige sprachliche Bildung und interkultureller Unterricht für die Inklusion

 

- Zu den gesetzlichen Bestimmungen des Schulgesetzes zur sonderpädagogischen Förderung (§19 und §20 des Schulgesetzes NRW - SchulG Vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102) zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. Juni 2016HIER

 

2. Welche Verordnung gilt für die Förderung von Schülerinnen und  

Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf? Wo findet man Erläuterungen dazu?

Es gilt die Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den

Hausunterricht und die Schule für Kranke: Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (kurz: AO-SF). Zu der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (Ausbildungsverordnung sonderpädagogische Förderung – AO-SF) vom 29. April 2005 zuletzt geändert durch Verordnung vom 29. September 2014: HIER

 

- Zu dem Erlass Integrative Lerngruppen an allgemeinen Schulen der Sek I (auslaufend im Schuljahr 14/15 ab Klasse 6): HIER

Weitere Erlasse: HIER

 

- Zu den Fragen und Antworten rund um den sonderpädagogischen Förderbedarf im Primar- und Sek I-Bereich im Bildungsportal des Schulministeriums NRW: 
HIER und  HIER

 

- Zu den Arbeitshilfen vom Schulministerium NRW zur Gewährung von Nachteilsausgleichen für Schüler/innen mit Behinderungen, Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und/oder besonderen Auffälligkeiten für die Primarstufe, den Sekundar I- und SekundarII-Bereich und Regelungen in Berufskollegs: HIER

 

- Zu den Fragen und Antworten zu Stellenbudgets und zu begleitenden Maßnahmen im Bildungsportal des Schulministeriums NRW: HIER

 

- Weitere Informationen zu Formen des Gemeinsamen Lernens und zur sonderpäda-gogischen Unterstützung bietet das Portal "einfach teilhaben" des Arbeits- und Sozialministeriums. Zur Rubrik "Gemeinsamer Unterricht" im Portal "einfach teilhaben"  HIER 

 

Zum aktuellen Diskussionstand zum Thema Inklusion am Berufskollg: HIER 

    

BERATUNG FÜR ELTERN IN KÖLN:    HIER

SPRACHMITTLER von BIKUP In Köln:  HIER

 

 

3.  Welche sonderpädagogische Förderschwerpunkte gibt es?

  1. Körperliche und motorische Entwicklung [KM]
  2. Hören und Kommunikation [HK]
  3. Sehen [SE]
  4. Lernen [LE]
  5. Sprache [SQ]
  6. Soziale und emotionale Entwicklung [ES]
  7. Geistige Entwicklung [GG]

 

"Einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann außerdem eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) begründen. Im Fall, dass ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung festgestellt wird, ordnet die Schulaufsichtsbehörde die Schülerin oder den Schüler mit ASS einem der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte zu."

Quelle: HIER    Hilfreiche Informationen und Materialien rund um ASS: HIER

 

4. Welche Förderschulen gibt es in NRW? 

    In Förderschulen (früher Sonderschulen genannt) werden Schülerinnen und

    Schüler entsprechend ihrem individuellen Förderbedarf ressourcen-

    orientiert (nicht defizitorientiert) gefördert. Der Unterricht

    findet/fand bisher meistens in folgenden Schulen statt:  

    1.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische

         Entwicklung (früher genannt: Schule für Körperbehinderte)

    2.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation

         (früher Gehörlosen- /Schwerhörigenschule genannt)

    3.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sehen (früher 

         Schule für Sehbehinderte genannt)

    4.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen (früher Schule

         für Lernbehinderte genannt)     

    5.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache (früher Schule für

         Sprachbehinderte genannt)

    6.  Förderschule  mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale

         Entwicklung (früher Schule für Erziehungsschwierige genannt)

    7.  Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (früher

         Schule für Geistigbehinderte genannt)  

    8.  Hausunterricht und in der Schule für Kranke

 

 

5.  Was ist zielgleich? Was ist zieldifferent?

      Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungs-

      bedarf können entweder auf das gleiche Ziel wie ihre Mitschüler/innen 

      ohne besonderen Unterstützungsbedarf unterrichtet werden (zielgleich)

      oder in den Bildungsgängen LERNEN bzw. GEISTIGE ENTWICKLUNG

      (Beides zieldifferent) unterrichtet werden. 

      Bei einem zieldifferenten Unterricht können am Ende der Schullaufbahn

      verschiedene Schulabschlüsse erreicht werden.

Diesem Dokument entnehmen Sie, in welchem Förderschwerpunkt bzw. in welchen Förderschwerpunktkombinationen an der Regelschule zielgleich bzw. zieldifferent unterrichtet wird.
wann spricht man von zielgleich-zieldif
Adobe Acrobat Dokument 51.1 KB
6. Inklusion: Was ist sonderpädagogische Förderung?
Der vorliegende Beitrag handelt von der sonderpädagogischen Förderung im inklusionsorientierten Unterricht an Regelschulen.
Inklusion-aktuell.doc
Microsoft Word Dokument 37.0 KB

RECHTLICHE BESTIMMUNGEN

7.  Wer sind die Ansprechpartner für die Eltern bei Interesse an einer

      inklusiven Beschulung ihres Kindes? 

Wünschen Eltern für ihr Kind einen Platz im Gemeinsamen Unterricht der weiterführenden Schule (SEK I) bzw. in Integrativen Lerngruppen (Integrative Lerngruppen werden im Schuljahr 2013/14 letztmalig gebildet und werden danach auslaufend fortgeführt.), so sollten sie sich an die zuständige Schulaufsicht wenden.

Für Grundschulen, Hauptschulen und Förderschulen (bis auf die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten "Sehen" und "Hören / Kommunikation" sind die Schulämter, bei den übrigen Schulformen die Bezirksregierungen die Ansprechpartner.

 

 

HALTUNG / SCHULENTWICKLUNG

8.  Wie könnten die ersten Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven  

     Schule aussehen?

Da die Reflexion und Arbeit an Rollenbildern, pädagogischen Zielsetzungen und Haltungen zunächst als wesentliche Voraussetzungen für einen gelingenden inklusiven Schulentwicklungsprozess gelten („Inklusion beginnt im Kopf!“[1]), folgt ein Hinweis auf eine empfehlenswerte Materialsammlung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.

Die Materialsammlung trägt den Namen „Index für Inklusion - Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln“ und kann in einer ersten Phase bei einer Schulentwicklung hin zu einer 'Schule für alle' helfen, eine Pädagogik der Wertschätzung und Vielfalt zu realisieren. 

Denn die innere Haltung einzelner (Schulpersonal, Schüler/innen, Eltern) und die inklusiven Werte einer Schule können sich entwickeln, wenn in der Schule geschaffene Strukturen und Praktiken eine inklusive Haltung ermöglichen und fördern. 

Entsprechend den Empfehlungen des Index für Inklusion bildet die Schule auf dem Weg zur Inklusion frühzeitig eine Koordinationsgruppe, ein sogenanntes IndexTeam, das die ganze Schulgemeinschaft repräsentiert und den Index-Prozess Schritt für Schritt vollzieht. [HIER ZUM INDEX FÜR INKLUSION]

 

9.  Gibt es pädagogische Leitlinien für ein inklusives Schulkonzept?

Ja, sie basieren auf folgenden Grundsätzen: 

 

  • Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo zu lernen und individuelle Lernziele zu erreichen. 
  • Alle Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam möglichst am selben Lerngegenstand, allerdings mit unterschiedlichen Lernzielen.
  • Die Unterrichtsangebote erfolgen in innerer und äußerer Differenzierung.
  • Das gemeinsame Lernen zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Unterstützung eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu ermöglichen.
  • Die schulische Bildung soll auf berufliche Eingliederung, gesellschaftliche Teilhabe und selbstständige Lebensführung vorbereiten. Daher wird die ganzheitliche Förderung mit dem ziel der größtmöglichen Selbstständigkeit angestrebt. Dazu gehören: die lebenspraktische Förderung, die Persönlichkeitsentwicklung und die Vermittlung von Kulturtechniken.
  • Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent gefördert werden, können anhand von zieldifferenten Angeboten, die ihren individuellen Möglichkeiten entsprechen, eigene Schulabschlüsse erwerben, die auch an Förderschulen erreicht werden können.       
  • Als Grundlage werden für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuelle Förderpläne erstellt, die den jeweiligen Förderschwerpunkten entsprechen.
  • Die Ziffernzeugnisse der zielgleich geförderten Schülerinnen und Schüler enthalten die erforderlichen Angaben nach dem Schulgesetz und der AO-SF.
  • Die Schriftzeugnisse der zieldifferent geförderten Schülerinnen und Schüler beschreiben kompetenzorientiert die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern und enthalten die erforderlichen Angaben nach dem Schulgesetz und der AO-SF.  
  • Die sonderpädagogische Unterstützung erfolgt beim gemeinsamen Lernen in der Regel durch Lehrer/innen für Sonderpädagogik.

 

UNTERRICHTSENTWICKLUNG

10.  Wer verantwortet den Unterricht bei einer Doppelbesetzung?  

     Im günstigsten Fall unterrichtet in einer inklusiven Klasse eine

     Fachlehrkraft gemeinsam mit einer Lehrkraft für Sonderpädagogik im

     Teamteaching.

     Der Unterricht findet in Kooperation und in gemeinsamer Verantwortung

     für die Klasse mit der Kollegin / dem Kollegen der  

     allgemeinen Schule statt. Der Einsatz der Lehrkräfte sollte im

     gegenseitigen Einverständnis erfolgen.

 

11. Was ist Teamteaching und gibt es einen Unterschied zwischen

       Doppelbesetzung und Teamteaching?  

     Der Beitrag Gemeinsam unterrichten im Gemeinsamen Unterricht

     von Michael Schwager beantwortet diese Frage. 

Lehren im Team
In diesem Dokument sind verschiedene Formen des Lehrens im Team aufgezeigt. Es wird auf manche Stolpersteine und Handlungsfelder eingegangen.
Lehren im Team- Chancen und Stolperstein
Microsoft Word Dokument 60.5 KB

 

12.  Welche Aufgaben haben derzeit Lehrkräfte für Sonder-

       pädagogik?   

  • Als Adressaten haben Sonderpädagogen primär Lernende mit sonderpädagogischem Förderbedarf (es gibt 7 Förderschwerpunkte, s. Frage 2.). Sekundär unterstützen sie Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Förderbedarf. Nachrangig Lernende ohne besonderen Förderbedarf.
  • Sie organisieren die Lernangebote, die insbesondere den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler mit zieldifferenter Förderung entsprechen. Diese erfolgen im Rahmen des schulinternen Curriculums.
  • Sie differenzieren die Lernangebote der Lernenden, die zielgleich unterrichtet werden (z.B. bei Sinnesbeeinträchtigungen, körperlichen und motorischen Einschränkungen oder bei Beeinträchtigungen im sozial-emotionalen Bereich) entsprechend der individuellen Förderplanung.    
  • Die Lehrkräfte für Sonderpädagogik unterrichten im Teamteaching.
  • Sie erstellen federführend und in gemeinsamer Absrache mit den in einem Team unterrichtenden Lehrkräfte die Förderpläne und Zeugnisse, die auf die individuellen Förderbedarfe und Förderschwerpunkte abgestimmt sind.
  • Sie treffen Absprachen mit externen am Erziehungsprozess Beteiligten (Eltern, Jugendamt, Sozialamt, Therapeuten etc.), um Schülerinnen und Schüler bei der Anbahnung von außerschulischen Maßnahmen zu unterstützen.  
  • Sie nutzen bei fachfremden Förderschwerpunkten die fachliche sonderpädagogische Unterstützung von bestehenden Förderschulen.  
  • Sie erstellen förderdiagnostische Begutachtungen und sind ggf. Ansprechpartner bei sonderpädagogischen Beratungen.
  • Sie unterrichten in ihrem studierten Unterrichtsfach Klassen, in denen Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf lernen.
  • Sie können je nach Schulkonzept in inklusiven Klassen die Klassen-leitung gemeinsam mit einer Regelschullehrkraft übernehmen.
  • Sie arbeiten mit Sonderpädagoginnen und Pädagogen (falls vorhanden) in sonderpädagogischen Fachkonferenzen zusammen.
  • In manchen Schulen werden sie bei der Zusammenstellung der Schülerschaft einer inklusiven Klasse einbezogen.
  • In manchen Schulen oganisieren sie selbst ihren Stundenplan entsprechend den Bedarfslagen in den Klassen/Jahrgängen, denen sie zugeteilt werden.
  • Sie können an der Schulentwicklung mitwirken.

        (Quelle: Berichte und Erfahrungen aus der Arbeitspraxis verschiedener    
        Schulen)

        

 

13.  Gibt es bestimmte Merkmale für inklusive Lernsettings?

       Der Beitrag Die Bedeutung allgemeindidaktischer Ansätze für Inklusion 

       von Annette Textor beantwortet die Frage.   

 

 

14. Was ist KOOPERATIVES LERNEN und wie kann man es im

      inklusiven Unterricht nutzen?

      Beantwortet wird diese Frage in Kooperatives Lernen und Peer Tutoring

      im inklusiven Unterricht von Gehard Büttner, Jasmin Warwas und Katja

      Adl-Amini. 

 


15.  Welche Kriterien können als Grundlage für eine Evaluierung des   

       Gemeinsamen Unterrichts dienen? [2]

  • Alle Schülerinnen und Schüler fühlen sich willkommen im Unterricht.
  • Die Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Professionen (Fachlehrkraft, Lehrkraft für Sonderpädagogik, Schulbegleitung) fühlen sich willkommen am gemeinsamen Arbeitsplatz. [Eine Rollenklärung ist von zentraler Bedeutung für eine gelingende Zusammenarbeit.]
  • Die im Klassenteam unterrichtenden Lehrkräfte fühlen sich für alle Schülerinnen und Schüler verantwortlich.
  • Die Lehrkräfte bemühen sich um ein Gemeinschaftsgefühl im Klassenraum. Sowohl unter den Lernenden als als unter den Lehrenden.
  • Die Lehrkräfte entwickeln gemeinsame Erwartungen an den individuellen Lernplan und schöpfen die verschiedenen Möglichkeiten für gemeinsames Lernen aus.
  • Sowohl die Unterrichtsmethoden als auch die -materialien sind an die individuellen Bedürfnisse angepasst.
  • Die Lehrkräfte gestalten das Lernen so, dass alle Schülerinnen und Schüler zur aktiven Teilnahme am Unterricht motiviert werden. 
  • Die Effektivität des Unterrichts wird in einem kontinuierlichen Rhythmus gemeinsam überprüft.

 

16.  Gibt es an den allgemeinen Schulen Gremien, die die fachliche    

        Qualität der Sonderpädagogik im Blick haben?

  • Um die Qualität der sonderpädagogischen Unterstützung zu sichern, haben einige weiterführende allgemeine Schulen eine Fachkonferenz Sonderpädagogik eingerichtet. Teilnehmende an diesem Gremium für Qualitätssicherung sind Lehrkräfte für Sonderpädagogik. In manchen Schulen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass an dieser Fachkonferenz auch Klassenleitungen von integrativen Klassen teilnehmen.
    Mögliche Themen der Fachkonferenz sind:
  • Austausch und gegenseitige Beratung. [Hintergrund: In der Regel sind  Lehrkräfte für Sonderpädagogik in 2 sonderpädagogischen
    Förderschwerpunkten ausgebildet. In integrativen Lerngruppen  unterrichten sie manche Kinder in fachfremden Förderschwepunkten. Die gegenseitige Beratung ist erforderlich].    
  • Sonderpädagogische Grundsätze zur methodenspezifischen Arbeit
    und zu sonderpädagogisch-didaktischen Prinzipien.  Auf Grundlage der erarbeiteten Vorschläge kann in den den jeweiligen später stattfindenden Teamsitzungen gemeinsam mit allen in einer Klasse unterrichtenden Lehrpersonen Konkretes vereinbart werden.
  • Einrichtung eines gemeinsamen Materialpools
  • Einsatz diagnostischer Verfahren sowie Lernstandserhebungen
  • Erarbeitung von Vorschlägen für die Fachkonferenzen bzw. die
    Lehrerkonferenz bezüglich der Einführung von Lernmitteln für
    Schülerinnen und Schüler mit zieldifferenter Förderung.
  • Erarbeitung von Vorschlägen für die Schulleitung zur Optimierung eines inklusiven und barrierefreien Schulkonzepts.
  •  Des Weiteren sind die Wahrnehmung von Beratungen durch externe Stellen (bestehende Förderschulen) und Vernetzungen mit externen     Partnern von wichtiger Bedeutung, um die Qualität der sonderpäda-  gogischen Förderung aufrechtzuerhalten.

 

ORGANISATORISCHE FRAGEN

17. Welche Bestimmungen gelten für die Zeugnisse der Schülerinnen

      und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf?

In diesem Dokument sind die wesentlichen Bestimmungen für das Schuljahr 2013/14 zusammengefasst.
Leistungsbeurteilung bei sF.doc
Microsoft Word Dokument 61.0 KB
In diesem Dokument finden Sie eine Auflistung der zusätzlich erforderlichen Bemerkungen für die Zeugnisse der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Bemerkungen sind entsprechend allen Förderschwerpunkten formuliert. Die Schulform (Gesamtschule, Realschule, Sekundarschule, Hauptschule) ist zu verändern.

Dateiname:
Auflistung der Zeugnisbemerkungen bei SF
Adobe Acrobat Dokument 41.3 KB
18. Was ist ein Nachteilsausgleich und welche Bestimmungen gelten hier?
In diesem Dokument des Schulamts für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie aktuelle Informationen zum Thema Nachteilsausgleich. Stand: September 2013.
Nachteilsausgleich- 2013.doc
Microsoft Word Dokument 34.0 KB

19. Wer ist bei zentralen Prüfungen und im Abitur für die Gewährung              eines Nachteilsausgleichs zuständig?

       Für die Gewährung eines Nachteilsausgleichs bei zentralen Abschluss-

      prüfungen nach der Klasse 10 und im Abitur ist für den Rhein-Sieg-Kreis

      die Bezirksregierung Köln zuständig (keine Entscheidungskompetenz der

      Schulen!). 

      Ende September werden die Schulen aufgefordert, Schüler zu melden,

      für die Rahmen der zentralen Prüfungen Nachteilsausgleich beantragt             werden soll.  Für die zentralen Abschlussprüfungen und das

     Abitur kann ein Nachteilsausgleich nur gewährt werden, wenn die    

     Schule nachweist, dass der Schülerin/ dem Schüler auch schon im            laufenden Schuljahr ein individueller  Nachteilsausgleich

     (dokumentiert im individuellen Förderplan gem. § 19 Abs. 6 AO-SF)

     gewährt wurde. Die kontinuierliche Elternberatung ist hierbei ein

     notwendiges schulisches Aufgabenfeld.

     Bei einer erheblich veränderungsresistenten LRS, "deren Behebung

     bis zum Ende der Sekundarstufe I nicht möglich war, so dass ein            besonderer Ausnahmefall begründet wird, können die Eltern einen

     Antrag bei der Schule auf Gewährung einer Verlängerung der      

     Arbeitszeit stellen. Seitens der Lehrkräfte muss nachgewiesen      

     werden, dass ein individueller Nachteilsausgleich auch noch in der

     Klasse 10 gewährt und dokumentiert wurde." [3]

 

20.  Welche Formen des  Nachteilsausgleichs gelten bei LRS, und

        was gilt bei LRS bzw. Dyskalkulie bei Abschlüssen?

      Möglichkeiten für einen Nachteilsausgleich bestehen bei Leistungs-    

      überprüfungen abhängig vom Hintergrund der Lese- und Rechtschreib-

      probleme darin, mehr Zeit einzuräumen, bei Bedarf mit einem Computer

      (Editor-Programm) oder in einem separaten Raum schreiben zu lassen

      oder die Leistungen mündlich abzufragen. 

      Die Diagnosekriterien für eine LRS sind laut LRS-Erlass des

      Kultusministeriums vom 19.07.1991 (Abs. 3.1) folgende:

       - Für die Klassenstufen 3 bis 6: über mindestens drei Monate hinweg

        entsprechen die Leistungen den Anforderungen nicht, d.h. die

        Schulnote im Rechtschreiben ist "4 minus" oder schwächer.

 

      - Für die Klassenstufen 7 bis 10: die besonderen Schwierigkeiten im

        Erlernen des Lesens und Rechtschreibens konnten in Einzelfällen noch

        nicht behoben werden.

      - Bei LRS, die bis zum Ende der Sekundarstufe I nicht behoben werden

        konnte, gilt der Legasthenie-Erlass NRW von 1991.

        HIER ZUM LRS-ERLASS VOM 19.07.1991

      - Nach APO-GOSt, §13 Abs. 7 (gymnasiale Oberstufe / Abitur):

        Ggf. Verlängerung der Vorbereitungs- und Bearbeitungszeit,

        die Anforderungen an Fachleistungen bleiben jedoch bestehen.

     

      -  Fragen und Antworten des Bildungsportals NRW zum Thema LRS und

         zentrale Prüfungen am Ende der Klasse 10 finden Sie HIER

         Im Gegensatz zu Klassenarbeiten wird in Abschlussprüfungen die

         Rechtschreibleistung gewertet.  Auch dürfen keine anderen Aufgaben

         gestellt werden. Die Schule kann allerdings bei besonders schwerer

         Beeinträchtigung des Lesens und Rechtschreibens auf Antrag der

         Erziehungsberechtigten im Einzelfall einen Nachteilsausgleich für die

         Prüfungen bei der Bezirksregierung beantragen. Die Bezirksregierung

         entscheidet, ob und in welcher Form ein Nachteilsausgleich gewährt

         wird. 

         Für die Gewährung des Nachteilsausgleichs ist der Nachweis

         einer kontinuierlichen schulischen Förderung notwendig (eine

         außerschulische Förderung wird nicht akzeptiert) und eine

         Berücksichtigung bei der Leistungsbeurteilung (mindestens der Klasse

         10) stattgefunden hat.

      

     -  Dyskalkulie findet bei zentralen Prüfungen keine Berücksichtigung.

 

21. Wer stellt den Antrag auf eine Schulbegleitung und was ist von der Schule einzureichen?
Den Antrag auf eine Schulbegleitung (Integrationshelfer/in) stellen die Eltern. Eine Stellungnahme bzw. ein Bericht der Schule ist hier erforderlich. In diesem Dokument vom Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie ein Formular, das von der Schule auszufüllen ist. Stand: April 2013
Schulbericht- Antrag Schulbegleitung.doc
Microsoft Word Dokument 54.5 KB
22. Wie ist das Verfahren für eine sonderpädagogische Beratung im Vorfeld einer sonderpädagogischen Förderung?
In dem Dokument vom Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie das aktuelle Beratungskonzept bei einer Anfrage für eine sonderpädagogische Beratung im Vorfeld sonderpädagogischer Förderung.
Beratungskonzept Rhein-Sieg-Kreis.doc
Microsoft Word Dokument 63.0 KB
23. Gibt es Fachberatungen bei AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störungen und Unterstützter Kommunikation (UK)
Ja. Die Fachberatung bietet das Schulamt für den Rhein-Sieg-Kreis. Die Information und Beratung gilt für Schulen, außerschulische pädagogische Einrichtungen und Eltern und umfasst Einzelfallberatungen, Schullaufbahnberatungen,
und die Beobachtung des Kindes im Unterricht sowie eine Vermittlung zu weiteren Fachdiensten.
Schulische Fachberatung 2013-09-20.doc
Microsoft Word Dokument 35.0 KB

24.   Wie viele (Unterrichts-)Stunden hat eine Lehrkraft für Sonder-

        pädagogik an einer allgemeinen Schule?

 

       Bei einer Abordnung mit voller Stundenzahl ist die Zahl der   

       wöchentlichen Pflichtstunden der jeweiligen allgemeinen Schulform

       maßgeblich:

       - Hauptschule / Realschule: 28 Stunden

       - Gesamtschule / Sekundarschule: 25,5 Stunden

       

 

 

25. Erteilen Lehrkräfte für Sonderpädagogik Vertretungsunterricht?

      Sonderschullehrkräfte sollen nicht als Vertretungspool der allgemeinen    

      Schule eingesetzt werden. Dies geht aus dem Dokument des Personalrats

      für Förderschulen vom März 2013 hervor [Schulleitungen danach fragen].

 

   

 

26. Wo finde ich den Erlass für den Unterricht neu zugereister Schülerinnen und Schüler? BASS (Stand: 1. 5. 2014)

 

HIER


Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite des Schulministeriums NRW:

                                         H I E R

 

   

       [1]  Motto der Aktion Mensch für den europäischen Aktionstag zur

              Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen im Jahr 1011.

      

       [2] Vgl. Quick-Guides für Inklusion HIER

       [3]  http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/zp10/fragen-und-antworten/

 

   

Gerne nehmen wir hier Ihre Korrekturen und Anregungen auf. Schreiben Sie uns.

Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das persönliche Kooperationsprofil  HIER

http://www.szh.ch/bausteine.net/f/9009/kummer_eisserle.pdf?fd=3

 

 

REFLEXIONSINSTRUMENTE

HIER

http://sts-lg-so.de/fiHIERles/Reflexionsinstrumente-fuer-kooperativ-arbeitende-Teams.pdf